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Holocaust-Gedenktag

Am Mittwoch, 28. Januar 2026 fand im Gemeindesaal Eschen die Holocaust-Gedenkfeier der Oberschule und der Realschule Eschen statt.

Bereits im vergangenen Jahr wurde diesem besonderen Tag gedacht mit der Installation eines Kubikmeter grossen Quaders aus Plexiglas als besonderes Symbol der Gedenkfeier. Die Schülerinnen und Schüler des SZU brachten Spielzeuge wie Puppen, Plüschtiere oder Spielzeugautos mit. Dabei wurde jedem Spielzeug der Name eines gleichaltrigen, ermordeten jüdischen Kindes zugewiesen, sodass sich nun nach den beiden Jahren rund 800 Gegenstände im Quader befinden, welche nur einem kleinen Bruchteil der getöteten Kinder von damals symbolisch gedenken.

Besonders eindrücklich waren die Ausführungen eines der letzten noch lebenden Holocaust-Zeitzeugen, Prof. Ivan Lefkovits (89 Jahre). In einem sehr persönlichen, eindrücklichen und bewegenden Vortrag berichtete Lefkovits von seinem Leben. 1944 wurde er gemeinsam mit seiner Mutter und seinem fünf Jahre älteren Bruder ins Konzentrationslager Ravensbrück deportiert, später folgte der Todesmarsch und die Internierung im KZ Bergen-Belsen nahe Berlin. Er schilderte den allgegenwärtigen Hunger, den unerträglichen Durst und wie seine Mutter ihn mit Mathematikaufgaben vom Leid abzulenken versuchte.

Die Gedenkfeier machte deutlich, wie wichtig Erinnerung, Verantwortung und Begegnung auch für junge Menschen von heute sind.