Unser Abschlusslager in Lugano: Sonne, Abenteuer und 20'000 Schritte pro Tag
Als wir uns am Montagmorgen um 9 Uhr am Bahnhof Buchs trafen, war die Vorfreude gross. Fünf Tage Tessin, Sonne, spannende Aktivitäten und viele gemeinsame Erlebnisse lagen vor uns. Noch wusste niemand, wie viele Schritte wir in dieser Woche zurücklegen würden, wie schnell manche auf der Rodelbahn unterwegs sein würden oder dass Robin tatsächlich jeden Morgen freiwillig um 6 Uhr joggen gehen würde.
Die Reise führte uns mit dem Zug nach Chur, anschliessend mit einem Extrabus nach Bellinzona und schliesslich weiter nach Lugano. Kaum angekommen, hiess es zuerst einmal: Treppen steigen! Mit Koffern, Taschen und Rucksäcken kämpften wir uns zur Unterkunft hoch.
Viel Zeit zum Verschnaufen blieb jedoch nicht. Schon wartete das Schiff auf uns, das uns über den Luganersee nach Melide brachte. Dort besuchten wir das Swissminiatur. Während einer kurzen Führung erfuhren wir, wie die berühmten Bauwerke der Schweiz im Massstab 1:25 entstehen. Anschliessend machten wir uns in Gruppen auf die Suche nach verschiedenen Details.
Zurück in Lugano bezogen wir unsere Unterkunft, bevor am Abend bereits das nächste Highlight anstand: Bowlingturner mit Pizzaplausch. Es wurde um jeden Punkt gekämpft, gefeiert und gelacht. Wer gerade nicht am Bowling war, versuchte sein Glück beim Billard, Airhockey oder anderen Spielen.
Der Dienstag begann für die meisten mit einem gemütlichen Frühstück. Für einen jedoch deutlich früher: Robin liess sich die freiwilligen Joggingrunden mit Herrn Kuhn nicht entgehen und stand tatsächlich jeden Morgen um 6 Uhr bereit. Währenddessen drehten sich die meisten anderen vermutlich noch einmal gemütlich im Bett um.
Nach dem Frühstück ging es hoch hinaus auf den Monte Tamaro. Mit der Gondel erreichten wir die Bergstation, wo die Rodelbahn bereits auf uns wartete. Einige legten die Strecke mit beeindruckendem Tempo zurück, andere bevorzugten eine etwas vorsichtigere Fahrweise. Dadurch entstanden gelegentlich kleine «Verkehrsstaus» auf der Strecke, was für zusätzliche Unterhaltung sorgte.
Nach dem Mittagessen folgte mit dem Splash & Spa bereits das nächste Abenteuer. Ob rasante Wasserrutschen, Wellenbad oder gemütliche Becken, für jeden war etwas dabei. Vier Stunden vergingen wie im Flug.
Am Abend spazierten wir durch Lugano und kamen dabei auch am Casino vorbei. Da wir im Mathematikunterricht gerade das Thema Wahrscheinlichkeit behandeln, durfte natürlich ein Erinnerungsfoto vor dem Eingang nicht fehlen. Die Wahrscheinlichkeit, dass wir hineingehen durften, lag allerdings bei exakt null Prozent.
Am Mittwoch stand mit dem Go-Kart-Fahren einer der Höhepunkte der Woche auf dem Programm. Nach den Qualifikationsläufen wurde es im Grand Prix ernst. Es wurde überholt, verteidigt und um jede Zehntelsekunde gekämpft. Aaron setzte sich am Ende durch und gewann das Rennen. Bei den Mädchen fuhr Emma die schnellsten Zeiten.
Der Nachmittag gehörte ganz uns. Während einige die Geschäfte von Lugano erkundeten, genossen andere die Sonne am Seeufer. Auch beliebt waren die Pedalos auf dem Luganersee. Einige wagten sich sogar gemeinsam mit Herrn Kuhn auf eine kleine Motorboot-Tour und konnten Lugano einmal aus einer ganz anderen Perspektive erleben.
Das Abendessen holten wir bei einem asiatischen Restaurant und einem Kebabladen ab. Gemeinsam assen wir anschliessend in der Hotelanlage.
Am Donnerstag führte uns der Weg nach Locarno. In der Falconeria erwartete uns eine beeindruckende Flugshow. Adler, Falken und andere Greifvögel flogen teilweise nur wenige Zentimeter über unsere Köpfe hinweg. Besonders spektakulär war der Sekretär, der viele von uns zum ersten Mal live zu Gesicht bekamen.
Nach einem Mittagshalt auf der Piazza Grande ging es weiter nach Giubiasco zum Bubble Soccer. Mit den riesigen aufblasbaren Bällen wurde selbst das einfache Laufen zur Herausforderung. Zusammenstösse waren unvermeidlich und sorgten immer wieder für grosse Lacher.
Am Abend stand schliesslich unser gemeinsamer Abschlussabend bevor. Nach einem feinen Abendessen richtete Michelle einige Dankesworte an Herrn Kuhn und bedankte sich im Namen der ganzen Klasse für die Organisation des Lagers. Der gelungene Abend wurde mit einem Besuch in der Gelateria und einem Spaziergang am Seeufer abgerundet.
Am Freitagmorgen hiess es bereits wieder Koffer packen. Nach dem letzten Frühstück wurde die Unterkunft aufgeräumt. Einige besonders motivierte Jungs griffen sogar noch zum Staubsauger. Danach blieb noch etwas Zeit für einen letzten Spaziergang durch die Stadt und den Einkauf des Reiseproviants.
Kurz vor 16 Uhr trafen wir wieder in Buchs ein. Im Gepäck hatten wir nicht nur Souvenirs und schmutzige Wäsche, sondern vor allem viele schöne Erinnerungen. Wir haben gelacht, Neues erlebt, die Sonne genossen und als Klasse eine unvergessliche Woche verbracht. Und auch wenn uns die täglich rund 20'000 Schritte manchmal an unsere Grenzen brachten, waren wir uns am Ende alle einig: Dieses Abschlusslager war jede Anstrengung wert.
Autoren der Klasse 4b